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Ein Müllwerker, gekennzeichnet mit Armbinde als Zeichen der Mitgliedschaft im Club der visuell Uninteressierten. Er greift voller Freude nach allem was ihm in die Finger kommt. All das verschwindet dann im Müllwagen. Zu sehen sind ein Kinderwagen, der Stand eines Eisverkäufers und ein Einkaufswagen.

Der blinde Müllwerker - Ein Beruf mit Zukunft

Anlass zu diesem Beitrag ist ein Bescheid eines Leistungsträgers im Rahmen notwendiger Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Konkret geht es um einen Mann, dessen Sehvermögen sich kontinuierlich in den Ruhestand verabschiedet. Um seinen damaligen Arbeitsplatz zu erhalten, stellte er einen entsprechenden Antrag.

Die rasante Bearbeitungszeit des Leistungsträgers vermochte den Verlust des Arbeitsplatzes nicht zu verhindern.

Anstatt nun eine notwendige Maßnahme zur Entwicklung einer neuen beruflichen Perspektive zu bewilligen, entschied man sich, dem armen Kerl anzubieten, in seiner Tätigkeit, die er Jahre zuvor, als Müllwerker ausübte, wieder zu arbeiten.

Ob dies aufgrund des Sehens und relevanten Sicherheitsbestimmungen möglich ist und ob es überhaupt einen Arbeitsplatz gibt, stand nicht zur Debatte.

Stellen Sie sich das bitte mal bildlich vor

Der Müllwagen kommt und es purzelt ein Mitarbeiter mit Armbinde und womöglich noch mit Langstock, vom hinteren Teil des Wagens und beginnt alles, was ihm unter die Finger kommt, in Richtung Ladeluke des Müllwagens zu bugsieren.

Was es ist, ist schnuppe, Hauptsache entsorgt.

Da könnten dann auch schon mal ein Kinderwagen, Einkaufswagen oder Rollator irrtümlich mit entsorgt werden.

Ob dies nun tatsächlich die passende Tätigkeit für einen hochgradig Sehbehinderten ist, stelle ich mal zur Diskussion.

Eine feine Idee!

Wir wissen nicht was dem Entscheider zu diesem Entschluss getrieben hat, empfehlen aber dringend einen Besuch des Berufsinformationsdienstes der Agentur …

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